Welches Hotel in Barcelona hat den schönsten Pool, welche Bohrmaschine hat die beste Akku-Kapazität, welcher Augenarzt hat die kürzesten Wartezeiten, in welcher Bar werden die besten Mojitos serviert: Die Suche nach einem Produkt oder einer Dienstleistung und der Check nach Preis und Qualität per Google & Co gehören mittlerweile zum Alltag. Waren früher mal das Telefonbuch und Tante Trude die ersten Anlaufstellen um Informationen einzuholen, klickt man sich heutzutage schnell durchs Internet. Und hat man einmal das gewünschte Produkt oder die gesuchte Location am Monitor, scrollt man automatisch zu den darunterstehenden Bewertungen und liest, welche Erfahrungen andere User damit gemacht haben. Denn jetzt mal ehrlich: Wer von uns hat noch nie eine Bewertung gelesen und vielleicht sogar seine Kaufentscheidung danach ausgerichtet?
Rechtschreibung ist meist Nebensache: Gute Bewertungen leben von offenen, ehrlichen Worten
Und weil immer mehr Wissensdurstige im Netz unterwegs sind und auch immer mehr Leute wissen möchten, wie ein Unternehmen als Arbeitgeber tatsächlich so tickt, gibt es kununu.com. Der Nutzen für die Mitarbeiter ist längst bekannt: Wenn ein Mitarbeiter sich an seinem Arbeitsplatz so wirklich wohl fühlt, möchte er das so laut wie möglich herausposaunen – also schreibt er eine Bewertung. Wenn ein anderer wiederum mit einem Vorgesetzten konfrontiert ist, dessen Führungsstil von militärischem Drill geprägt ist und besser in den Kasernenhof passt, schreibt er eine Bewertung. Und wenn ein Bewerber ein interessantes Stelleninserat entdeckt, schaut er mal hinter die Kulissen der Firmen – und liest bei kununu die Bewertungen von bestehenden Mitarbeitern. (Und im besten Fall bewirbt er sich bei dieser Firma ;-)
Werbebooster oder Kollateralschaden: Reputationsmanagement ist das Zauberwort
Viele Arbeitgeber haben bereits erkannt, dass sie durch die digitale Revolution auf Augenhöhe mit ihren Kontakten kommunizieren (müssen). Manche Firmen jedoch zucken noch immer nervös zusammen, wenn sie hören, dass Mitarbeiter über sie schreiben – und manchmal über Vorkommnisse berichten, die man besser unter dem Teppich kehren möchte. Ob Hotel-, Produkt- oder Arbeitgeber-Bewertung: Unabhängig vom Inhalt hat es das Unternehmen selbst in der Hand, welche Auswirkungen die geschriebenen Zeilen auf die Firma hat.
Der Personalmarketingexperte Henner Knabenreich hat aktuell in seinem Blog sehr anschaulich darüber berichtet, wie ein Unternehmen sogar von negativen Bewertungen profitiert: “Warum auch schlechte Arbeitgeberbewertungen positiv sind und was Sie von meinem Friseur lernen können.”
Wir können dem nur unser alltägliches kununu-Mantra für Arbeitgeber hinzufügen: Die Firmen müssen endlich akzeptieren, dass über sie gesprochen und geschrieben wird – und dass Mitarbeiter aussprechen möchten, was sie gut finden oder was verbessert gehört. Und hier liegt das Potential: Mit aufmerksamen Lesen von kununu-Bewertungen können Firmen sehr rasch und vor allem gezielt Arbeitsplatzverbesserungen durchführen und Engagement zeigen. Und diese Handlungsbereitschaft freut die bestehenden Mitarbeiter und macht Jobinteressierte aufmerksam – durch das Lesen von neuen Bewertungen, die durch erfolgte Maßnahmen positiver ausfallen oder durch Stellungnahmen, die wertschätzend und aufrichtig gemeint sind.
Flagge zeigen: HUMANIAX, Manor und Trenkwalder rufen aktiv zum Bewerten auf
Immer mehr Unternehmen sind sich daher den Wert von Arbeitgeberbewertungen bewusst – und rufen gezielt ihre Mitarbeiter oder Bewerber zur Beurteilung auf. Tolle Beispiele gibt es aktuell von den Firmen HUMANIAX, Manor und Trenkwalder.
Der Personalvermittler HUMANIAX hat eine schicke Kunststoffkarte produziert und gibt diese nach jedem Bewerbungsgespräch den Kandidaten in die Hand:
Die Warenhauskette Manor ruft in der Mitarbeiterzeitung zum Bewerten auf:
Der Personaldienstleister Trenkwalder erinnert neue Mitarbeiter per Mail, eine kununu-Bewertung abzugeben:
Also, auf die Plätze, fertig, los: Bewertungsaufrufe starten – und freun!









[...] Wenn Sie so langsam verinnerlicht haben, dass kununu KEINE Eintagsfliege ist und mehr zur Meinungsbild beiträgt als jede einzelne Facebook Karriereseite für sich, habe ich hier noch ein Beispiel, wo ich nur sagen kann: Bitte nicht [...]
Pingback by Personalmarketing: Auch schlechte Arbeitgeberbewertungen sind positiv — 22. August 2012 @ 16:16
Hallo Tamara,
danke für den Artikel! Tolle Beispiele die zeigen, wie man kununu wunderbar in seine Kommunikation mit Bewerbern und Mitarbeitern einbinden kann.
Schöne Grüße nach Wien,
Henner
Kommentar by personalmarketing2null — 23. August 2012 @ 12:29